
Im Unterschied zu den meisten Digital-Künstlern drucke ich meine Bilder auf Leinwand ausschließlich selbst.
Der Markt der Anbieter für Leinwanddrucke ist zwar riesengroß und alle reden von bester Qualität und das zu günstigsten Preisen
aber dennoch gehe ich nicht den Weg, meine Werke extern drucken zu lassen? Warum?
Das hat mehrere Gründe:
Erstens bin ich Perfektionist, zweitens stimmen die Anpreisungen nicht, wenn man genau hinsieht und drittens habe ich als Künstler und Schöpfer
meiner Werke den Anspruch, dass meine Bilder in der realen 3D-Welt auch die Wirkung haben, die meiner Intention bei der Kreation entspricht.
Die ersten Versuche, meine digitalen Kunstwerke auf Leinwand zu bringen ging über externe Druckdienstleister und schnell war ich enttäuscht,
was ich da geliefert bekam und wie sehr das in der Wirkung gegenüber dem digitalen Original verloren hatte.
Als IT-ler wollte ich nicht glauben, dass ich solche Farbunterschiede hinnehmen muss. Die Theorie besagt zwar, dass es prinzipbedingt
keine 100%ig Farbtreue gibt, doch wollte ich einen Weg finden trotzdem näher ans Original heranzukommen, als das was ich geliefert bekam.
Ohne zu wissen, worauf ich mich da einließ, wählte ich den Weg mir selbst einen Großformatdrucker anzuschaffen, um den Druckprozess selbst in die Hand
zu nehmen. Denn mich mit Druckdienstleistern zu streiten, wie sie meine Werke zu drucken haben oder ihnen klar zu machen wie bei jedem einzelnen Werk
die Farbwirkung zu sein hat, war kein gangbarer Weg.
Viele Tests waren nötig, bis ich mir das Wissen rund um Großformatdruck, Farbräume, Farbtreue etc. selbst aneignete.
Mit der Zeit gelang es mir nicht nur noch sehr viel näher an das digitale Original heranzukommen, sondern oft auch mit dem Endergebnis auf Leinwand
das Original von seiner Wirkung her zu übertreffen.
Rein technisch verwende ich einen Epson Stylus Pro 9800 (mit UV-Beständigen lösungsmittelfreien Tinten), den viele Druckdienstleister auch verwenden.
Darin liegt noch kein Qualitätsunterschied.

Einen Teil der besonderen Qualität macht aber auch die Wahl des richtigen Leinwandmaterials aus.
Ich wähle nicht nach Einkaufspreis möglichst billig, sondern nach "Weißheit" und Haptik aus. Hier wird oft gerne geschummelt und oder Papier verwendet,
was eine Leinwandstrucktur suggeriert aber keine Leinwand ist und sich bei genauerem Hinsehen schnell entlarvt. Sowas bekommt man z.B. in Baumärkten
untergejubelt.
Den wirklich großen Unterschied erziele ich jedoch in der Art wie ich drucke und was ich in der Druckvorstufe und nach dem Druck so alles tue,
um die beste Farbwirkung im Endergebnis zu haben.
Da nur ich als Künstler weiß, wie mein Bild zu wirken hat kann auch nur ich am Feintuning der Farben bei jedem einzelnen Bild die richtigen Maßnahmen

ergreifen. Wenn man digitale Bilder, die im Unterschied zu Fotos meist keinen "natürlichen Farbraum" nutzen drucken möchte, muss man oft in der Druckvorstufe
die Farben abändern und Tricks anwenden, damit sie hinterher wieder richtig sind. Das klingt abstrus - ist aber wirklich so.
Das hier zu erklären würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Ich erkläre es dem interessierten Besucher aber gerne telefonisch detailierter.
Druckdienstleister können diesen Weg nicht gehen, weil das zu viel "Hin und Her" mit dem Kunden, Zeitaufwand und Testdrucke bedeuten würde.
Bei meinen eigenen Werken treibe ich diesen Aufwand gerne, denn die Farbbrillanz und Farbwirkung meiner Werke ist mein Aushängeschild und rechtfertigen dies
allemal.
Ebenso wird jedes Bild nach dem Druck 2fach mit einer Lackschicht versehen, was zusätzlich Handarbeit bedeutet aber nicht nur das Bild besser schützt, sondern
vor allem die Farbtiefe und somit Plastizität bzw. Räumlichkeit eines Bildes stark erhöht.
Erst das alles zusammen macht aus "normalen" Kunstdrucken wirklich edle Leinwandbilder!